Rumba.

(4/4-Takt) Die Rumba entwickelte sich aus dem Mambo, der Bolero und dem Son und ist mit der Habanera verwandt. Sie ist ein kubanischer Werbungstanz: Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht und der Herr zwischen "Zuneigung" und "Selbstherrlichkeit".

Sie ist der Klassiker unter den lateinamerikanischen Ttänzen, erfordert Ausdruckskraft und Sparsamkeit der Mittel. Der Name stammt vom afro-kubanischen Tanz Rumba ab, der jedoch nichts mit der vor allem in Europa verbreiteten Rumba zu tun hat.

Rumba Cubana.

Guaguancó, Yambú und Columbia sind die drei Rumbaformen aus Kuba. Beim Guaguancó dauert der improvisierte Sologesang sehr lang. Der anschliessende Paartanz ist schnell und unzweideutig erotisch.

Dieses erotische Thema fehlt beim Yambú, der wegen seiner langsameren Ausführung auch als "Rumba der Alten" bezeichnet wird. Bei der Columbia, der ältesten Rumbaform, kommt es für den Solotänzer darauf an, seine Fähigkeiten in akrobatischen und oft sehr exzentrischen Bewegungen zu demonstrieren.

Mit diesen Rumbaformen hat der in Europa bekannte Gesellschaftstanz ausser dem Namen nichts gemein. Normalerweise werden diese Formen solo unterrichtet. Die Afrokubanischen Bewegungen der Rumba findet man immer mehr auch im Salsa und Despelote.